Block 18 (Marienplatz/Martinstraße/ Mecklenburgstraße/Helenenstraße)
Bebauungsplan Nr. 61.08 in Kraft seit 10.10.2008
Die Altstadt ist der historische Kern Schwerins. Sie liegt am Westufer des Schweriner Innensees; auch der Burgsee und die Schlossinsel gehören dazu. Hier stand die slawische Burg, aus der die Stadt hervorging, und hier liegen Markt, Dom und Schloss dicht beieinander. Der mittelalterliche Straßen- und Platzgrundriss ist bis heute ablesbar, obwohl von der mittelalterlichen Bebauung fast nichts übrig ist.
Auf der Insel im See stand im 10. Jahrhundert eine slawische Burg; Holzfunde weisen auf die Jahre um 941 und um 965. Der slawische Name Zverin wird als Tierort oder Tiergarten gedeutet – daraus wurde Schwerin. Um 1018 erscheint die Form „Zuarin“ in der lateinischen Chronik des Bischofs Thietmar von Merseburg.
1160 brannte der Abodritenfürst Niklot die Burg nieder, um sie dem heranrückenden Heer Heinrichs des Löwen nicht zu überlassen. Der Sachsenherzog ließ sie wieder aufbauen und baute die Siedlung davor zur Stadt aus. 1160 wird seither als Gründungsjahr begangen – wann Schwerin das Stadtrecht tatsächlich erhielt, ist nicht überliefert. Die älteste Stadt Mecklenburg-Vorpommerns ist es in jedem Fall.
Bald darauf wurde der Bischofssitz von der Burg Mecklenburg hierher verlegt; 1171 wurde der erste Dom geweiht. Befestigt war die Stadt zunächst nur mit hölzernen Planken. Erst nach 1340 trat eine steinerne Mauer an ihre Stelle.
1358 starb das Schweriner Grafenhaus aus. Herzog Albrecht II. erwarb Stadt und Grafschaft und machte Schwerin zu seiner Residenz.
Von der mittelalterlichen Stadt blieb wenig übrig: Sieben Stadtbrände zwischen 1531 und 1697 zerstörten den Baubestand nahezu vollständig, verschont blieb allein der Dombezirk. Der Dom ist deshalb der einzige vollständig erhaltene mittelalterliche Bau Schwerins.
Das Gesicht der Altstadt prägten das 18. und 19. Jahrhundert – besonders, nachdem der großherzogliche Hof 1837 von Ludwigslust zurückgekehrt war und Georg Adolph Demmler als Hofbaumeister die Stadt umgestaltete. Nördlich der Altstadt war 1705 die Schelfstadt als eigene Stadt gegründet worden; erst 1832 kam sie zu Schwerin.
Am Markt steht das Neue Gebäude, 1783 bis 1785 von Johann Joachim Busch als Markthalle errichtet. Wegen seiner vierzehn dorischen Säulen heißt es im Volksmund Säulengebäude, früher auch Krambudenhaus. Davor erinnert seit 1995 das Löwendenkmal von Peter Lenk an den Stadtgründer Heinrich den Löwen. Das Rathaus an der Ostseite des Marktes erhielt seine Tudorfassade 1835 bei einem Umbau durch Demmler; dahinter stehen ältere Giebelhäuser, und ein städtisches Gebäude ist an dieser Stelle seit dem 14. Jahrhundert bezeugt.
Der Dom St. Marien und St. Johannes entstand zwischen 1270 und 1416 und gilt als eines der bedeutendsten Werke der norddeutschen Backsteingotik. Seinen heutigen Westturm bekam er erst 1889 bis 1893, anstelle eines niedrigeren mittelalterlichen Vorgängers. Mit 117,5 Metern ist es der höchste Kirchturm Mecklenburg-Vorpommerns.
Auf der Insel, auf der die slawische Burg stand, erhebt sich heute das Schweriner Schloss. Im 16. Jahrhundert wurde die Anlage zu einem Renaissanceschloss umgebaut. Nach dem Dreißigjährigen Krieg kam der Ausbau zum Erliegen, und als der Hofstaat 1764 nach Ludwigslust zog, verfiel das Gebäude.
Seine heutige Gestalt erhielt es zwischen 1843 und 1857, nachdem der Hof 1837 zurückgekehrt war. Großherzog Friedrich Franz II. ließ es zu einer monumentalen Residenz umbauen. Georg Adolph Demmler leitete den Bau bis 1851 und nahm sich nach einer Studienreise an die Loire das Renaissanceschloss Chambord zum Vorbild; danach übernahm Friedrich August Stüler. Auch Gottfried Semper und Hermann Willebrand wirkten mit. 1857 wurde der vergoldete Erzengel Michael auf den Kuppelturm gesetzt. Den Garten entwarfen Peter Joseph Lenné und Theodor Klett.
Im Dezember 1913 zerstörte ein Brand etwa ein Drittel des Baus. Seit 1990 tagt im Schloss der Landtag Mecklenburg-Vorpommerns.
Auch das 20. Jahrhundert hat die Altstadt umgeformt. Nach einem städtebaulichen Ideenwettbewerb 1968/69 wurden ganze Flächen abgeräumt – am Großen Moor begann der Abriss 1977 –, und in den späten 1970er und den 1980er Jahren entstand dort Neubebauung in Plattenbauweise. Die Denkmalbereichsverordnung wertet diese Eingriffe heute selbst als Zeugnis der Stadtbaugeschichte. Seit 1991 gilt für die Altstadt eine Erhaltungssatzung, seit 1992 eine Sanierungssatzung.
Am 27. Juli 2024 nahm das Welterbekomitee der UNESCO das Residenzensemble Schwerin in die Welterbeliste auf. Es umfasst 38 Bestandteile – Gebäude, Gärten und Freiflächen bis hin zum Pfaffenteich –, die über die Innenstadt verteilt liegen. Neben dem Schloss gehören unter anderem das Theater, der Dom, die Schelfkirche, die Paulskirche, der Bahnhof und Wohnhäuser dazu. Begründet wurde die Aufnahme damit, dass sich an diesem Ensemble die zivilen und religiösen Funktionen einer monarchischen Hauptstadt des 19. Jahrhunderts ablesen lassen und dass es bemerkenswert gut erhalten ist.
Auf der Schlossinsel bestand im 10. Jahrhundert eine slawische Burg; um 1018 wird der Name „Zuarin“ erstmals schriftlich genannt. Als Gründungsjahr der Stadt gilt 1160. Wann das Stadtrecht verliehen wurde, ist nicht überliefert. Schwerin ist die älteste Stadt Mecklenburg-Vorpommerns.
Vom slawischen Zverin, gedeutet als Tierort oder Tiergarten. Die früheste überlieferte Schreibweise in einer lateinischen Chronik lautet „Zuarin“.
Sieben Stadtbrände zwischen 1531 und 1697 zerstörten den Baubestand fast vollständig. Nur der Dombezirk blieb verschont; der Dom ist der einzige vollständig erhaltene mittelalterliche Bau der Stadt.
Seit dem Umbau von 1843 bis 1857 unter Großherzog Friedrich Franz II. Vorbild war das französische Renaissanceschloss Chambord. Ältere Teile blieben erhalten; der Bau steht an der Stelle der slawischen Burg. Heute tagt dort der Landtag Mecklenburg-Vorpommerns.
38 Bestandteile, die 2024 gemeinsam in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen wurden: Gebäude, Gärten und Freiflächen, darunter das Schloss, der Dom, das Theater, Kirchen, der Bahnhof und Wohnhäuser. Sie liegen über die Innenstadt verteilt, nicht nur auf der Schlossinsel.
Daten: Landkreis Ludwigslust-Parchim, REGIS M-V, DL-DE/BY 2.0, Stand 11.09.2026.
Bebauungsplan Nr. 61.08 in Kraft seit 10.10.2008
Bebauungsplan Nr. 61.08 in Kraft seit 10.10.2008
Bebauungsplan Nr. 61.08 in Kraft seit 10.10.2008
Bebauungsplan Nr. 61.08 in Kraft seit 10.10.2008
Bebauungsplan Nr. 61.08 in Kraft seit 10.10.2008
Bebauungsplan Nr. 61.08 in Kraft seit 10.10.2008
Bebauungsplan Nr. 61.08 in Kraft seit 10.10.2008
Bebauungsplan Nr. 61.08 in Kraft seit 10.10.2008
Bebauungsplan Nr. 61.08 in Kraft seit 10.10.2008
Bebauungsplan Nr. 61.08 in Kraft seit 10.10.2008
Bebauungsplan Nr. 01.90.02, 1. Änderung in Kraft seit 22.10.2000
Bebauungsplan Nr. 01.90.02, 1. Änderung in Kraft seit 22.10.2000
Bebauungsplan Nr. 01.90.02, 1. Änderung in Kraft seit 22.10.2000
Bebauungsplan Nr. 01.90.02, 1. Änderung in Kraft seit 22.10.2000
Bebauungsplan Nr. 01.90.02, 1. Änderung in Kraft seit 22.10.2000
Bebauungsplan Nr. 01.90.02, 1. Änderung in Kraft seit 22.10.2000
Bebauungsplan Nr. 01.90.02, 1. Änderung in Kraft seit 22.10.2000
Bebauungsplan Nr. 01.90.02, 1. Änderung in Kraft seit 22.10.2000
Bebauungsplan Nr. 01.90.02, 1. Änderung in Kraft seit 22.10.2000
Bebauungsplan Nr. 01.90.02, 1. Änderung in Kraft seit 22.10.2000
Bebauungsplan Nr. 20.92.01 in Kraft seit 27.04.1997
Bebauungsplan Nr. 20.92.01 in Kraft seit 27.04.1997
Bebauungsplan Nr. 20.92.01 in Kraft seit 27.04.1997
Bebauungsplan Nr. 20.92.01 in Kraft seit 27.04.1997
Bebauungsplan Nr. 20.92.01 in Kraft seit 27.04.1997
Bebauungsplan Nr. 20.92.01 in Kraft seit 27.04.1997
Bebauungsplan Nr. 20.92.01 in Kraft seit 27.04.1997
Bebauungsplan Nr. 20.92.01 in Kraft seit 27.04.1997
Bebauungsplan Nr. 20.92.01 in Kraft seit 27.04.1997
Bebauungsplan Nr. 20.92.01 in Kraft seit 27.04.1997
Datenquelle: Landeshauptstadt Schwerin, Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0.
Anzeige
Tipp: Passende Angebote rund um Ihren Aufenthalt in Schwerin — von Unterkünften bis zu Stadtplänen und Reiseführern.