Schelfmarkt im Stadtteil Schelfstadt

Schelfmarkt im Stadtteil Schelfstadt

 

 

Schelfmarkt

Auf dem Gebiet der bis 1832 eigenständigen Neustadt (Schelfe), der heutigen Schelfstadt, zwischen Puschkin- und Schelfstraße befindet sich der gleichnamige Marktplatz. Der Schelfmarkt wurde im 18. Jahrhundert als Teil des von Jakob Reitz entworfenen Plans zur Neugestaltung jenes Stadtgebietes konzipiert. Dadurch sollten sich vermehrt Gewerbetreibende und Handwerker ansiedeln welche zur wirtschaftlichen Stärkung Schwerins beitragen sollten. Zudem sollten Glaubensflüchtlinge aus Frankreich hier eine neue Heimat erhalten.

Rund um den Schelfmarkt, wie auch im gesamten Stadtteil, befinden sich noch heute denkmalgeschützte Fachwerkwerk-Wohnhäuser. Daneben ist die barocke Backsteinkirche St.-Nikolai (Schelfkirche), deren Grundstein im Jahr 1708 gelegt wurde, prägend für das Gebiet. Das Neustädtisches Rathaus (um 1740 entstanden und ’76 zum Rathaus umgebaut) war bis zur Vereinigung von Alt- und Neustadt Verwaltungssitz der Schelfe. Anschließend wurde das Gebäude u.a. vom Stadtbauamt oder auch vom Liegenschaftsdienst genutzt. Nach dessen durch die Stadt wurde es 2005 zu einem Wohnhaus umgebaut.

Am Schelfmarkt 1 befindet sich das sogenannte Fachwerkpalais. Das 1755 errichtete und 1782 erweiterte zweigeschossige Fachwerkgebäude mit Walmdach war einst für herrschaftliches Wohnen bestimmt, später Ausbildungsstätte für Krankenschwestern. Ab 1927 durch das Mecklenburgische Rote Kreuz genutzt, befand sich hier seit 1946 eine Poliklinik, später eine Apotheke. Heute sind in dem denkmalgeschützten Palais Büros, Praxisräume und Wohnräume untergebracht.