Lage und Karte

Krebsförden liegt im Süden Schwerins, südlich des Unteren Ostorfer Sees. Der Stadtteil ist aus einem Dorf hervorgegangen, das im 13. Jahrhundert zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde; 1936 kam es zu Schwerin. Im alten Dorfkern steht ein Hallenhaus aus dem 17. Jahrhundert, in den 1980er Jahren kamen Plattenbauten hinzu.

Das Dorf

Als „Creuesforde“ wird der Ort 1285 genannt. Schon drei Jahre zuvor, am 8. Dezember 1282, hatte Graf Helmold der Stadt Schwerin das Eigentum an drei Dörfern übertragen: Zippendorf, Ostorf und Gorne. Aus Gorne wurde später das Gut Göhren im Süden der Gemarkung; die Namen Hof Göhren und Göhrener Tannen gehen darauf zurück.

Lange blieb Krebsförden landwirtschaftlich geprägt. In den 1920er Jahren kam etwas Neues hinzu: Wegen der Wohnungsnot in Schwerin bauten sich 1926/27 vierundzwanzig in der Stadt beschäftigte Arbeiter und Handwerker hier eigene Häuslereien, weil sie ländlich wohnen wollten. Die ansässigen Bauern sahen das mit Sorge.

1936 wurde Krebsförden nach Schwerin eingemeindet – zusammen mit Warnitz, Wickendorf, Friedrichsthal, Groß und Klein Medewege sowie Mueß mit den Inseln Kaninchenwerder und Ziegelwerder. An den Verhandlungen darüber waren die betroffenen Gemeinden nicht beteiligt.

Das Hallenhaus in der Dorfstraße

In der Dorfstraße 8 steht ein niederdeutsches Hallenhaus, errichtet um 1670 in Zweiständerbauweise: ein Durchfahrtshaus mit Reetdach. Die Denkmalliste der Landeshauptstadt führt es unter dieser Adresse; es ist das älteste Gebäude des Stadtteils. Nach der Restaurierung 1994 wurde darin ein Museum zur Familien- und Dorfgeschichte eingerichtet, „Dat oll’ Hus“.

Das geplante Dreesch IV

In den 1980er Jahren sollte auch hier gebaut werden. Die Planungen sahen für Krebsförden und das benachbarte Wüstmark zusammen ein weiteres Plattenbaugebiet vor, das als „Dreesch IV“ an die drei Bauabschnitte des Großen Dreesch anschließen sollte: 5.800 Wohnungen für etwa 16.800 Menschen. Für Krebsförden allein waren ab 1989 rund 3.000 Wohnungen für etwa 9.000 Menschen vorgesehen. Für den Standort sprachen die Nähe zu den Arbeitsplätzen im Süden der Stadt, die vorhandene Straßenbahnstrecke und bereits verlegte Versorgungsleitungen.

Verwirklicht wurde nur ein Teil. Ende der 1980er Jahre entstanden Wohnungen in Plattenbauweise; danach kamen Sparzwänge und der politische Umbruch dazwischen. In den 1990er Jahren wurde das Gebiet mit Ein- und Mehrfamilienhäusern weitergebaut.

Bereits 1970 war nahe dem alten Dorf der Hauptfriedhof eröffnet worden, der heutige Waldfriedhof. Er wurde mehrfach erweitert und später um ein Krematorium ergänzt.

Straßennamen

Um den alten Dorfkern tragen die Straßen plattdeutsche und ländliche Namen: Achter de Wisch, Auf dem Sande, Hinter der Schmiede, Kühls Acker, Eckdrift, Ellerried, Immengang, Zum Schulacker, dazu die Dorfstraße selbst.

In den jüngeren Teilen häufen sich Namen mecklenburgischer Persönlichkeiten: die Schriftsteller Johannes Gillhoff, Rudolf Tarnow und Benno Voelkner, der Maler Carl Malchin, der Psychiater Carl Friedrich Flemming, der Erfinder und Maschinenbauer Ernst Alban und der Kunsthistoriker Friedrich Schlie.

Wie alt ist Krebsförden?

Als „Creuesforde“ wird der Ort 1285 genannt. Aus dem Süden der Gemarkung gibt es eine noch ältere Urkunde: Am 8. Dezember 1282 übertrug Graf Helmold der Stadt Schwerin das Eigentum an den Dörfern Zippendorf, Ostorf und Gorne – aus Gorne wurde das spätere Gut Göhren.

Seit wann gehört Krebsförden zu Schwerin?

Seit 1936. Damals wurden mehrere Orte auf einmal eingemeindet, unter anderem auch Mueß, Wickendorf, Friedrichsthal und Warnitz. Die betroffenen Gemeinden waren an den Verhandlungen nicht beteiligt.

Was ist „Dat oll’ Hus“?

Ein Museum zur Familien- und Dorfgeschichte in der Dorfstraße 8, eingerichtet nach der Restaurierung des Hauses 1994. Das Gebäude selbst ist ein niederdeutsches Hallenhaus von etwa 1670 in Zweiständerbauweise, mit Durchfahrt und Reetdach, und steht in der Denkmalliste der Landeshauptstadt.

Welche Nachbarn hat Krebsförden?

Im Norden Ostorf, im Nordosten die Gartenstadt, im Osten der Große Dreesch, im Südosten die Göhrener Tannen, im Südwesten Wüstmark und im Nordwesten Görries.

Kitas in Krebsförden (1)

  • Märchenkita Kindergarten, Kinderkrippe Johannes-Gillhoff-Str. 10

Daten: Landkreis Ludwigslust-Parchim, REGIS M-V, DL-DE/BY 2.0, Stand 11.09.2026.

Bebauungspläne in Krebsförden

Krebsförden Dorfstraße

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Datenquelle: Landeshauptstadt Schwerin, Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0.

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